Interessanter Versuch.

Für das Internet soll eine Zensurliste eingeführt werden. Begründung: Anders ist der Kinderpornographie im Netz nicht beizukommen.

In manchen Ländern ist eine solche Liste schon aktiv. Nun hat eine Gruppe mal einfach die Provider von 20 der gesperrten Seiten angeschrieben, was sie da hosten - und 16 davon waren im Nullkomma nichts aus dem Netz. Das man eine landesweite Sperrliste braucht, wenn einfach ein Brief reichen würde ist für mich ganz schlüssig.

Wie die Zensur in Deutschland aussehen wird, ist auch schon geplant. Und der CCC hat den Vertrag, der den Internetprovidern zugegangen ist, veröffentlicht. Die wichtigen Punkte: - Die Provider bekommen vom BKA eine Liste mit Adressen, die sie sperren müssen - Die Liste darf nicht veröffentlicht werden

Das bedeutet auf Klartext eine Internetzensur ohne jede rechtsstaatliche Aufsicht. (und siehe oben: auch ohne schlüssige Begründung). Den nächsten, der also mit dem Finger auf die bösen Internetzensierer in China zeigt, können wir also getrost auslachen. HAHAHA

Original vom 06.03.2009

Update: Gibt es wieder neues. Es scheint Hoffnung zu geben, weil die Provider das Wahlkampfgetue nicht mitmachen wollen.

  • content/2009/internetzensur.txt
  • Zuletzt geändert: 31.10.2017 21:21
  • von Tobias Fink